Die Matura ist bald geschafft. Du hast einen Plan, mit Favoriten und Alternativen und Bewerbungen geschrieben. Erste Antworten stehen vor der Tür. Klingt vertraut? Dann hast du bereits viel erreicht. Doch nach Aufnahmetest oder Studieneingangsprüfung wartet die nächste Hürde: das persönliche Gespräch. Fachhochschulen und Praktikumsstellen legen großen Wert auf den Eindruck, den du im Gespräch hinterlässt. Hier wird aus Papier Realität. Wie stellst du dich dar? Was gibst du preis? Deine Antworten, dein Auftreten und deine Motivation entscheiden mit über deinen weiteren Weg. Nervosität ist dabei völlig normal – umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung. Mit einem Leitfaden hast geht es leichter. Ich stelle dir hier etwas zum Anhalten zur Verfügung.

Verstehe Studiengang und Fachrichtung

Selbstbewusstsein entsteht aus Klarheit. Informiere dich deshalb gründlich über dein Wunschstudium:
  • Inhalte und Aufbau des Studiums
  • Praxisanteile, Projekte und mögliche Auslandssemester
  • Berufsmöglichkeiten danach
  • Besonderheiten der FH wie Praxisorientierung oder Firmenkooperationen
Hast du deine Entscheidung bewusst getroffen? Dann zeige es. Rechne mit Fragen wie: Warum dieser Studiengang? Warum diese FH? Was unterscheidet FH und Uni? Tipp: Wähle zwei bis drei konkrete Module, die dich besonders interessieren – und erkläre warum.

Erzähle deine Motivation als Geschichte

Fast jedes Interview beginnt mit: „Erzählen Sie etwas über sich.“ Doch wo sollst du anfangen? Bereite dafür eine kurze, stimmige Story vor:
  • Wie ist dein Interesse entstanden?
  • Was bringst du für das Fach mit?
  • Wo möchtest du beruflich hin?
Deine Erfahrungen – schulisch, praktisch oder privat – sollten zeigen, warum dieses Studium dein nächster logischer Schritt ist.

Sprich über Stärken und Lernfelder

Fragen zu Stärken, Schwächen und Motivation gehören fix dazu. Bereite konkrete Beispiele vor:
  • Teamarbeit im Schulprojekt
  • Organisation bei der Matura
  • Selbstständige Tätigkeiten im Praktikum
Bei den Schwächen gilt: Ehrlichkeit sein und Entwicklung zeigen. Es ist dann eine Schwäche, wenn du sie dafür hältst. Aus „Schwäche“ wird ein Lernfeld – etwa Perfektionismus, an dem du aktiv arbeitest.

Übe typische Fragen

Viele Fragen tauchen immer wieder auf:
  • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  • Wie gehen Sie mit Stress um?
  • Wie arbeiten Sie im Team?
  • Was motiviert Sie?
Üben vor dem Spiegel oder mit vertrauten Personen hilft enorm.

Stelle eigene Fragen

Am Ende folgt fast immer: „Haben Sie Fragen an uns?“ Für viele ein Schrecken. Doch wenn du vorbereitest, was dich tatsächlich interessiert, kann aus dem Schrecken ein Happy End werden. Stelle zum Beispiel Fragen zu:
  • Praxisanteil und Projekten
  • Unternehmenskooperationen
  • Größe der Jahrgänge
So vermeidest du Verlegenheitsfragen zu Dingen, die man sofort auf der Website sieht. Und es entsteht ein Gespräch auf Augenhöhe.

Auftreten & Organisation – die Checkliste

  • Gepflegte Kleidung (Business casual reicht)
  • 10-15 Minuten früher da sein
  • Freundliche Begrüßung, fester Handschlag
  • Handy lautlos
  • Einladung, Lebenslauf und Zeugnisse mitnehmen
Und vor allem: Sei du selbst. Das heißt nicht, dass du perfekt sein musst – das ist niemand. Dafür sind echte Reflexion und Ehrlichkeit gefragt. Bist du beim Gedanken an das Gespräch nervös? Das macht nichts. Nervosität zeigt, dass dir dein Weg wichtig ist. Und sie ist ein Sympathieträger.

Unterstützung auf dem Weg

Seit vielen Jahren begleite ich junge Menschen bei der Vorbereitung auf Aufnahmegespräche. In meinem Orientierungscoaching können wir gerne dein Bewerbungsgespräch so vorbereiten, dass du sicher und gestärkt hineingehst. Ich freue mich, dich dabei zu unterstützen.