Wer heuer Matura macht, läuft wahrscheinlich gerade auf Hochtouren. Lernen, planen, organisieren und gleichzeitig die letzten Schulwochen meistern. Das kann sehr stressig sein, auch wenn die Belohnung groß ist: Dein Maturazeugnis, das dir zahlreiche Türen öffnet. Studium, FH, Ausbildung oder direkter Berufseinstieg – die Möglichkeiten sind vielfältig. Vielleicht hast du innerlich schon genickt und weißt, wohin es gehen soll. Gratulation! Doch jetzt folgt der nächste entscheidende Schritt: Deine ersten Bewerbungen – für dein Ankommen im Danach.

Der Weg ist das Ziel

Genau hier beginnt für viele die größte Herausforderung. In der intensivsten Zeit sollst du plötzlich den Kopf für völliges Neuland haben. Während du beim Lernen den Aufwand steuern kannst, werden bei Bewerbungen Unsicherheiten schnell zum Problem. Denn jetzt geht es darum, dich selbst zu verstehen und deinen Weg klar zu zeigen. Doch wie soll man ohne Erfahrung seine Fähigkeiten am Papier vermitteln? Wenn sich das gerade überwältigend anfühlt: Du bist nicht allein. Viele junge Menschen stehen genau an diesem Punkt – und brauchen einen ersten Wegweiser. Ich zeige dir hier die Basics, die ich früher selbst gerne gewusst hätte.

Schritt 1: Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust

Die Matura ermöglicht dir viele unterschiedliche Ausbildungswege – und genau das macht Entscheidungen schwierig. Ohne klare Prioritäten verlierst du dich schnell in zu vielen Bewerbungen. Erfolgreich bist du, wenn du gezielt auswählst und jede Bewerbung bewusst angehst. Gerade in schnelllebigen Zeiten liegt der Schlüssel darin, deine Stärken zu kennen und zu spüren, was dich wirklich interessiert. Passt deine Richtung zu dir, wird der Bewerbungsprozess leichter und Aufnahmetests wirken weniger bedrohlich. Wenn du dein Ziel klar im Blick hast, zahlt sich das aus: Mit individuellen Bewerbungen hebst du dich gezielt von der Masse ab statt planlos Standardunterlagen zu verschicken. Studienplätze sind für jene reserviert, die durch Echtheit überzeugen. Du kannst dir sicher sein: Sobald dir die Bewerbung Spaß macht, bist du auf dem richtigen Weg.

Schritt 2: Lebenslauf mit rotem Faden

Ob FH-Studium, Ausbildung oder Bewerbung für ein Praktikum: Das Herzstück ist dein Lebenslauf. Er ist deine Visitenkarte und zeigt, wer du bist, bevor du persönlich vorsprechen kannst. Er soll informativ, übersichtlich und prägnant sein – das klingt nach viel. Es lässt sich aber in überschaubaren Etappen umsetzen:
  • Recherchiere zuerst die Anforderungen deines Wunschbereichs. Unterstützende Seiten: Studieren.at oder AMS Berufslexikon / Ausbildungsinfos.
  • Sammle anschließend passende Fähigkeiten, Interessen und Erfahrungen aus Schule und Ferialjobs/-praktika. Überlege: . o Wo waren deine Noten schon immer gut? o Was ist dir in der Praxis gelungen? Hilfreich für Übersicht und Formulierung: das AMS Berufsinformationssystem. .
  • Suche dir Vorlagen für Struktur und Design aus dem Internet, z. B. im Europass-Editor (https://europa.eu/europass/de/create-europass-cv) oder bei Canva (https://www.canva.com/resumes/templates/) – sie führen dich Schritt für Schritt durch die Erstellung.
  • Ergänze am Ende ein aktuelles Foto. Lächle …
Denn gerade entsteht ein klarer, stimmiger Lebenslauf.

Schritt 3: Motivation im Bewerbungsschreiben

Im Motivationsschreiben erklärst du, warum du dich bewirbst und was dich dafür auszeichnet. Große Berufserfahrung wird von Maturanten nicht erwartet. Entscheidend sind Interesse, Lernbereitschaft und Potenzial. Zeige, was dich begeistert, was du bereits über das Studium oder Praktikum weißt und warum es zu deinen Zukunftsplänen passt. Echte Motivation wirkt stärker als perfekte Formulierungen. Trau dich, deine Schokoladenseite sichtbar zu machen. In heutigen Zeiten kann die KI ein wertvolles Instrument zur Unterstützung darstellen. Allerdings ist bei deren Verwendung Vorsicht angesagt. Lies gerne in meinem nächsten Blogartikel mehr darüber.

Schritt 4: Go for it

Sobald dein Plan steht, starte mit dem Bewerben. Verantwortliche wissen, dass dies deine ersten Bewerbungen sind – Ehrlichkeit und Entschlossenheit zählen mehr als Perfektion. Eine Einladung zum Aufnahmetest ist bereits ein großer Schritt. Entspricht ein Ergebnis nicht deinen Erwartungen, bedeutet das oft nur, dass eine andere Richtung besser zu dir passt. Mit dem Mut, Alternativen auszuschöpfen, fügt sich am Ende dein Weg – vertrau darauf. Wichtig ist, dass er sich für dich und deine Zukunft richtig anfühlt – damit du später nicht denkst: „Hätte ich eine Zeitmaschine …“

Gerne gehe ich den Weg mit dir

Wenn dir der Prozess zu viel erscheint, musst du ihn nicht allein bewältigen. Ich stehe dir bei deiner Bewerbung als Sparringpartnerin zur Seite. In meinem Orientierungscoaching für junge Erwachsene können wir auch gemeinsam deine Unterlagen erarbeiten. Schritt für Schritt, ohne Überforderung und mit viel Raum für deine Fragen. Wenn du möchtest, begleite ich dich auf deinem Weg zu einer klaren, passenden Bewerbung. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.